Ernährung
bei Mukoviszidose (CF)

Das Thema Ernährung bei Mukoviszidose spielt bei der CF-Therapie eine wichtige Rolle. CF-Betroffene benötigen eine ausgewogene und energiereiche Ernährung und haben einen erhöhten Flüssigkeits- und Salzbedarf.1

Da Fett der beste Kalorienträger ist, wird grundsätzlich eine fettreiche Ernährung empfohlen. Im Fall einer eingeschränkten Bauchspeicheldrüsenfunktion benötigen sie zusätzlich Verdauungsenzyme, um bestimmte Nährstoffe wie fettlösliche Vitamine aus der Nahrung aufnehmen zu können.1 Im Gegensatz zu gesunden Menschen haben CF-Betroffene große Mühe, ein normales Körpergewicht zu erreichen oder zu halten.

Ernährung
bei Mukoviszidose (CF)

Das Thema Ernährung bei Mukoviszidose spielt bei der CF-Therapie eine wichtige Rolle. CF-Betroffene benötigen eine ausgewogene und energiereiche Ernährung und haben einen erhöhten Flüssigkeits- und Salzbedarf.1

Da Fett der beste Kalorienträger ist, wird grundsätzlich eine fettreiche Ernährung empfohlen. Im Fall einer eingeschränkten Bauchspeicheldrüsenfunktion benötigen sie zusätzlich Verdauungsenzyme, um bestimmte Nährstoffe wie fettlösliche Vitamine aus der Nahrung aufnehmen zu können.1 Im Gegensatz zu gesunden Menschen haben CF-Betroffene große Mühe, ein normales Körpergewicht zu erreichen oder zu halten.

Junge Frau mit geschlossenen Augen blickt Richtung Sonne

Infektionsvermeidung (präventive Maßnahmen) bei Mukoviszidose (CF)

Patient*innen und Angehörige können durch konsequent eingehaltene Hygienemaßnahmen das Infektionsrisiko aufgrund der Mukoviszidose minimieren. Vor allem Krankheitserreger, die die Atemwege betreffen, stellen für CF-Patient*innen ein besonderes Problem dar.1 Daher sollte der Kontakt zu Keimen nach Möglichkeit minimiert und auf ein Mindestmaß reduziert werden. Im Folgenden sind einige grundlegende Empfehlungen zur Infektionsprävention für den Alltag von CF-Patient*innen dargestellt.

Dafür gibt es mehrere Gründe: Sie haben einerseits krankheitsbedingt einen höheren Energiebedarf, der unter anderem durch eine erhöhte Atemtätigkeit bedingt ist.

Andererseits essen viele Patient*innen mit Mukoviszidose wenig, da sie unter Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen oder gar Erbrechen leiden. Zudem kommt es vor, dass die durch die Nahrungsaufnahme zugeführten Nährstoffe im Darm nicht vollständig aufgenommen werden. Bei Menschen mit Mukoviszidose gibt es leichte und schwere Krankheitsverläufe, sodass die Energiezufuhr individuell angepasst werden muss. Dies gilt auch für schwangere Patientinnen.

Generell gilt: Wenn der Body-Mass-Index (BMI) eines erwachsenen CF-Betroffenen 18,5 unterschreitet, sollte die Ernährung mit Nahrungsergänzungsmitteln unterstützt und eine Ernährungsberatung in Anspruch genommen werden.2 Hier ist neben der Zufuhr von Pankreasenzymen bei vielen CF-Patient*innen die Zufuhr der Vitamine A, D, E und K erforderlich.2 Diese können jedoch nicht nüchtern, sondern nur zusammen mit dem Fett aus der Nahrung optimal vom Körper verwertet werden.2

Während bei einzeln abgepackten Nahrungsmittel der Fettgehalt in Gramm auf der Verpackung angegeben wird, ist dies bei Speisen ohne Verpackung, wie beispielsweise aus dem Restaurant bzw. der Kantine, oft nicht der Fall. Am besten achten CF-Patient*innen bei Fertiggerichten und Suppen darauf, ob ein Fettfilm zu sehen oder auf den Lippen zu spüren ist. In beiden Fällen sollten sie mehr Enzyme zu sich nehmen. Bei Aufläufen ist es wiederum hilfreich, jede einzelne Zutat zu betrachten, um auf diese Weise den ungefähren Fettgehalt einschätzen zu können.

Ernährung von Säuglingen

Für Säuglinge ist Muttermilch in der Regel die beste Ernährung, auch bei Mukoviszidose. Die Muttermilch enthält zudem Verdauungsenzyme, die vom Säugling ggf. nicht ausreichend hergestellt werden, was die Muttermilch für das Kind leicht verdaulich macht.3 Sollte eine Mutter nicht stillen können, ist für ihr Kind eine Spezialnahrung, wie Pre-Nahrung oder Stufe 1-Nahrung, erhältlich.3

Bei Problemen mit der Gewichtszunahme sollte mit der zuständigen Ernährungsfachkraft besprochen werden, ob eine Anpassung der Enzymgabe nötig ist oder die Trinkmenge sowie eine spezielle Nahrungsergänzung sinnvoll wären.3

Ab dem vierten bis spätestens dem siebten Monat sollten sie, wie im Allgemeinen üblich, Beikost erhalten, damit sie ausreichend an Gewicht zunehmen können.4

Auch bei Säuglingen mit Mukoviszidose ist auf eine ausreichende Kochsalzzufuhr zu achten.3 Bis zu dem Zeitpunkt der Teilnahme am salzhaltigen Familienessen kann eine zusätzliche Gabe an Kochsalz nötig sein. Ausnahmesituationen wie Fieber, Erbrechen und ein sehr heißes Klima können dazu führen, dass auch bei älteren Kindern eine zusätzliche Salzgabe nötig wird.

Ernährung von Kindern

Für Kinder ist eine liebevolle, konsequente Esserziehung wichtig. Im Idealfall sollten sie in die Speisenplanung miteinbezogen werden. Dabei ist es hilfreich, die Speisen optisch ansprechend zuzubereiten und die Mahlzeitendauer auf maximal 30 Minuten zu beschränken. Dabei sollten die Mahlzeiten am besten zu festen Zeiten bei angenehmer Tischatmosphäre im Kreis der Familie stattfinden – ohne Ablenkungen durch Smartphone und Fernseher.

Verdauungs­enzyme

Fast neun von zehn Patient*innen mit Mukoviszidose leiden unter einer eingeschränkten Bauchspeichel­drüsenfunktion, wodurch vor allem Speisefette nicht richtig verdaut werden können.5 Sie müssen darum zu jeder Mahlzeit – und bei Snacks – Verdauungsenzyme einnehmen.5 Dabei stellt sich die Frage, wie hoch der jeweilige Enzymbedarf von CF-Patient*innen für die entsprechende Mahlzeit ist. Allgemein werden zwischen 2000 und 4000 IE (Internationale Einheiten) Lipase (fettspaltendes Enzym) pro 1 Gramm Nahrungsfett empfohlen.5 CF-Betroffene beginnen am besten mit einem Mittelwert von etwa 2500 IE pro 1 Gramm Nahrungsfett. Dann kann geschaut werden, ob diese Menge ausreichend ist oder weiter angepasst bzw. erhöht werden muss. Ob zu wenig Enzyme eingenommen werden, erkennt man daran, dass die Nahrung teilweise oder vollständig unverdaut ausgeschieden wird.6 Auch können die typischen Verdauungsbeschwerden, wie Bauchschmerzen und Blähungen sowie eine Gewichtsabnahme, auf eine zu geringe Aufnahme von Enzymen hinweisen.7

Vitamin D und Sport

Mukoviszidose-Patient*innen leiden häufig an einem Vitamin-D-Mangel, da sie dieses schlechter aus der Nahrung aufnehmen können.1 Dabei ist Vitamin D für alle Menschen sehr wichtig: Vitamin D spielt eine entscheidende Rolle sowohl für den Knochenaufbau als auch für die Immunabwehr. Regelmäßige sportliche Betätigung und Kontakt mit Sonne können einen gesunden Knochenaufbau unterstützen und einer Osteoporose entgegenwirken.

Obwohl beim Sport generell Energie verbraucht wird, können Patient*innen mit Mukoviszidose durch gesteigerte körperliche Aktivitäten ihr Gewicht nicht nur stabilisieren, sondern unter Umständen durch Muskelaufbau sogar erhöhen. Sport erhöht zudem die Grundfitness und verbessert die Lungenfunktion von CF-Patient*innen – was auch einen positiven Effekt auf das Selbstbewusstsein haben kann.

Ernährung nach sportlichen Aktivitäten

Sport ist eine schweißtreibende Angelegenheit: Der Körper verliert dabei Wasser und auch Elektrolyte. Darum sollte vor, während und nach der sportlichen Aktivität auf energiereiche Getränke oder kalorienreiche Snacks zurückgegriffen werden.

REFERENZEN
  1. Mukoviszidose e. V.: Mukoviszidose. Ursache, Krankheitsbild und Therapie. Informationen für Patienten, Angehörige und Interessierte. 2018. URL: https://www.muko.info/fileadmin/user_upload/mediathek/erkrankung/cf_basisbrosch%C3%BCre.pdf (zuletzt aufgerufen am 05.03.2021).
  2. Vortrag von Bärbel Palm bei der 18. Deutschen Mukoviszidose-Tagung, Würzburg, 19. – 21. November 2015.
  3. Mukoviszidose e. V.: Ernährung von Säuglingen mit Mukoviszidose. Ein Ratgeber für Eltern und Betreuer. 2019. URL: https://www.muko.info/fileadmin/user_upload/mediathek/sport_ernaehrung/broschuere_saeuglingsernaehrung.pdf (zuletzt aufgerufen am 05.03.2021).
  4. Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): Einführung der Beikost. URL: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/ernaehrung/0-12-monate/beikosteinfuehrung/ (zuletzt aufgerufen am 05.03.2021).
  5. Nährig, S. et al.: Mukoviszidose – Diagnose und Therapie. Deutsches Ärzteblatt International 2017; 114(33-34).
  6. Mukoviszidose e. V.: Therapie der Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse: Enzym-Einnahme. URL: https://www.muko.info/ueber-den-verein/arbeitskreise/ak-ernaehrung/ernaehrungstherapie-bei-mukoviszidose/enzymsubstitution (zuletzt aufgerufen am 05.03.2021).
  7. Lungeninformationsdienst: Was ist Mukoviszidose? Helmholtz-Zentrum München. URL: https://www.lungeninformationsdienst.de/krankheiten/mukoviszidose/grundlagen/index.html (zuletzt aufgerufen am 05.03.2021).